Grow your Confidence - Tag 7

Klar sagen, was ist

Audiobotschaft [Tag 7]

Unsere Sprach- und Denkmuster beeinflussen maßgeblich unsere Wirkung – auf uns selbst und auf andere. Sie prägen, was wir uns selbst zutrauen und wie wir auftreten. Sie beeinflussen die Dynamik im Team, in Freundschaften und allen Beziehungen, in denen wir uns bewegen.

In dieser Lektion erfährst du:

  • Wie unterschiedlich Sprach- und Denkmuster in ihrer Wirkung sein können
  • Drei Bausteine für zugewandte und gleichzeitig klare Sprache
  • Wie du klar sagen kannst, was ist

Botschaft für deinen Tag

»Ich bin klar in der Sache und zugewandt mit den Menschen.«

Übung [Tag 7]

Notiere dir ein bis zwei Elemente aus der Tabelle, die du heute ganz bewusst anwenden möchtest. Auch wenn du sprachlich schon sehr stark bist, kann das eine gute Übung sein, um heute ganz bewusst die Wirkung deiner Sprache zu beobachten. Sprich klar in der Sache und zugewandt mit den Menschen. Teste bewusst, wie ehrliches Ansprechen (auch unbequemer Themen) Wirkung entfaltet, wenn du den Menschen mit Zugewandtheit begegnest. Am Ende des Tages kannst du dir ein paar Minuten Zeit nehmen, um zu reflektieren und zu notieren, was du wahrgenommen hast.

Bonus: Bausteine sprachlicher Klarheit

Gerade im beruflichen Alltag besteht unsere Sprache häufig aus unpersönlichen Formulierungen und Redewendungen. Dabei geht es um Menschen, um Kolleg*innen, Vorgesetzte, Kund*innen oder Lieferant*innen oder andere Stakeholder. Durch diese Sprache geht Wertschätzung und Klarheit verloren im alltäglichen Sprechen und Schreiben – häufig unbewusst und doch mit großer Wirkung reduziert das den erlebten Respekt im Umgang.

Unpersönliche Sprache

Zugewandte, klare Sprache

Verallgemeinerungen, Unverbindlichkeit:
Sprechen in Floskeln und Allgemeinplätzen, Verwendung von Modalverben im Konjunktiv: 


Beispiel: “Jemand sollte sich darum mal kümmern.”

Eindeutige Benennung, Verbindlichkeit: Sprache im Indikativ, keine Modalverben, klares Adressieren der Person, die verantwortlich ist oder die aktive Suche danach, wer die Verantwortung verbindlich übernehmen könnte. 


Beispiel: “Lars, kannst du das bis Montag erledigen?” 

Oberflächlichkeiten: Keine Einblicke in die Gefühls- oder Bedürfniswelt, kurze, eher abweisende Floskeln, Fragen als Phrasen und nicht als Zeichen aufrichtigen Interesses. 


Beispiel: “Alles gut!” 

Verbindung: Offenheit über Wirkungsebene, teilen der eigenen Gefühle oder Bedürfnisse, aufrichtiges Interesse an anderen.  


Beispiel: “Ich habe mich kurz gewundert und jetzt verstanden, warum du das getan hast. Es ist so in Ordnung für mich.” 

Ignoranz und Geringschätzung: Abwertung anderer, mangelndes Interesse, Stress, Verallgemeinerungen (“nie”, “immer”). 


Beispiel: “Die machen das immer falsch.”   

Interesse und Wertschätzung: Gute Gründe unterstellen, sich aufrichtig zuwenden, verstehen wollen.


Beispiel: “Was brauchst du von mir, damit das in Zukunft anders läuft?” 

Literatur und Links

📚 Das Harvard-Konzept von Roger Fisher, William Ury und Bruce Patton 

📚 Unbequem von Vera Strauch 

🔖 Verhandlungen führen: 5 Impulse, um klar in der Sache und trotzdem wertschätzend zu sein [Artikel der Female Leadership Academy] von Vera Strauch